
Pellets
Pellets werden aus
naturbelassenen Spänen der
Holzverarbeitung hergestellt. In einem
speziellen Fertigungsverfahren werden die
Späne in industriellen Anlagen unter hohem
Druck zu harten Holz-Pellets verdichtet -
Bindemittel oder Zusatzstoffe sind nicht
nötig.

Hackgut
Für das Heizen mit Hackgut
muss kein einziger Baum extra gefällt
werden und es ist krisensicher, da jedes
Jahr ein Drittel mehr Holz nachwächst als
wir verbrauchen.
Energieholz
Kurzumtriebshölzer sind
landwirtschaftlich genutzte Dauerkulturen,
die durch ihre Schnellwüchsigkeit und
hohen Biomasseerträge zunehmend ins
Interesse der Landwirtschaft gerückt sind.
Im praktischen Sprachgebrauch werden für
diese Art von Hölzern gerne die Begriffe
Feldholz, Energieholz, Plantagenholz...
Asche
Fester Rückstand aus der
Verbrennung von Festbrennstoffen.
Biomasse
Biomasse
kann in fester, flüssiger oder gasförmiger
Form vorkommen und wird zur Energie
(Wärme, Kälte, Strom) und
Treibstoffgewinnung (Biodiesel,
Pflanzenöle,...) genutzt. Zur festen
Biomasse zählen neben der holzartigen
Biomasse (z.B. Waldrestholz in Form von
Scheitholz oder Hackgut, Sägerestholz,
Holzpellets, Rinde, behandeltes und
unbehandeltes Altholz, Holz aus
Kurzumtriebspflanzen) auch die
halmgutartigen Brennstoffe wie
beispielsweise Stroh,
Getreideganzpflanzen, Chinaschilf und
Energiepflanzen. Flüssige Biomasse sind
Öle (z. B. Rapsöl, Sonnenblumenöl,...),
die z.B. zu Treibstoffen (Biodiesel,
Pflanzenöle,...) weiterverarbeitet werden.
Gasförmige Biomasse wird als Biogas
bezeichnet und ist ein Vergärungsprodukt
bei der Vergärung von (fester und
flüssiger Biomasse (Mais, Gülle, ...).
Biogas wird durch motorische Verbrennung
zu Nutzenergie (Wärme, Strom) umgewandelt.
Brennwert
Der Brennwert ist die bei einer
Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge,
wenn es auch zu einer Kondensation des im
Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt,
bezogen auf die Menge des eingesetzten
Brennstoffs. Siehe auch ?Heizwert.
CO2-neutral
Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur
jene Menge CO2 in die Atmosphäre
freigesetzt, die zuvor von der Pflanze aus
der Atmosphäre entnommen wurde.
Drehrostfeuerung
Bei dieser Art der Feuerung gelangt der
Brennstoff von unten (Unterschub) oder
seitlich (Einschub) auf einen rotierenden
Rost. Das Ergebnis ist ein sehr ruhiges
Brennstoffbett, wodurch optimale
Vergasungsbedingungen gewährleistet
werden. Der Ausbrand der Gase erfolgt
meist in einer nachgeschalteten
Nachbrennkammer. Nach vollständigem
Ausbrand wird die Asche abgeworfen und
mittels Entaschungssystem aus dem
Brennraum transportiert.
Erneuerbare
Energie
Energie (= Wärme, Kälte, Strom) aus
Energieträgern, die sich ständig erneuern
bzw. nachwachsen (Wind, Sonne, Wasser,
Biomasse, Erdwärme).
Energiepflanzen
Pflanzen, aus denen mit Hilfe
verschiedener Umwandlungsprozesse
(Vergärung, Ölgewinnung, Verbrennung,
Umesterung etc.) Energie (Wärme, Kälte,
Strom) bzw. Treibstoffe (Biodiesel,
Pflanzenöle,...) gewonnen werden können.
Dazu zählen z.B. Ölpflanzen (Raps,
Sonnenblume) oder gut vergärende Pflanzen
(Mais) bzw. Kurzumtriebspflanzen (Weiden,
Miscanthus,...).
Feuerungsanlagen
sind Einrichtungen zur
Gewinnung von Nutzwärme für die
Raumheizung und Warmwasserbereitung bzw.
Prozesswärme durch Verbrennung von festen,
flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen.
Flugasche ist die im Bereich der
Züge und des Wärmetauschers anfallende
Asche in einer Feuerungsanlage
Grob- oder
Rostasche
ist die im Verbrennungsteil (Rost) der
Feuerungsanlage anfallende Asche. In der
Grob- und Rostasch finden sich neben den
festen Verbrennungsrückständen auch
mineralische Verunreinigungen des
Brennstoffes (z.B. Sand, Erde, Steine).
Hackgut (bzw. Hackschnitzel)
Maschinell zerkleinertes Holz mit und ohne
Rinde mit einer maximalen Stücklänge von
ca. 100 mm.
Heizwert
Der Heizwert ist die bei einer Verbrennung
maximal nutzbare Wärmemenge, bei der es
nicht zu einer Kondensation des im Abgas
enthaltenen Wasserdampfes kommt, bezogen
auf die Menge des eingesetzten
Brennstoffs. Siehe auch ?Brennwert?.
Industriepellets
Holzpellets für Kleinfeuerungsanlagen
bestehen aus gepressten Sägereststoffen,
wie z. B. Spänen oder Sägemehl. Ein
Kilogramm Pellets hat einen Heizwert von
ca. 5 kWh, dies entspricht ungefähr einem
halben Liter Heizöl. Neben dem bestehenden
Angebot an genormten Pellets (nach ÖNORM
M7135 bzw. DIN plus) gibt es auch so
genannte Industriepellets. Die Produktion
dieses Brennstoffes unterliegt aufgrund
seiner Verwertung in großen Feuerungen mit
geeigneten Fördersystemen im Gegensatz zu
herkömmlichen Pelletöfen nicht den
strengen Normen der Pelletproduktion und
ermöglicht daher geringere
Produktionskosten. Der Einsatz von
Industriepellets ist auch in
Hackschnitzelheizungen möglich.
Industriepellets haben im Vergleich zu
Holzpellets für Kleinfeuerungsanlagen
einen höheren Durchmesser (10-12mm) und
sind nicht so hart gepresst. Der Einsatz
von Industriepellets ist ? wie der Name
schon sagt ? der Industrie vorbehalten.
Der Konsument (Endverbraucher) hat keinen
Zugang zu Industriepellets. Folglich sind
Industriepellets auch nicht über den
Brennstoffhandel erhältlich.
Industriehackgut
Darunter wird holzartiges Hackgut mit der
Ausnahme von Waldhackgut und Hackgut aus
Altholz bezeichnet. Es handelt sich um
Neben- und Abfallprodukte aus den
einzelnen Stufen der Holzbe- und
Holzverarbeitung, welche behandelt
(enthalten oft Kleb-, Imprägnier- und
Farbstoffe) oder unbehandelt sein können.
Jahresnutzungsgrad
Verhältnis zwischen nutzbarer Energie für
die Heizung (und ggf. Warmwasserbereitung)
und der dafür eingesetzten
Endenergiemenge. Im Gegensatz zum
Wirkungsgrad berücksichtigt der
Jahresnutzungsgrad verschiedene, mit
unterschiedlichen Verlusten behaftete
Betriebszustände über das gesamte Jahr.
Während der Nutzungsgrad des Kessels nur
die Kesselverluste berücksichtigt,
beinhaltet der Nutzungsgrad der gesamten
Heizanlage zusätzlich die Verluste der
Wärmeverteilung.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Bei einer mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
betriebenen Energiewandlungsanlage wird
sowohl die bei der chemischen oder
physikalischen Verwertung
(Verbrennung,...) von Energieträgern
entstehende thermische Energie (Wärme) als
auch die die durch Energieumwandlung
erzeugte elektrische Energie genutzt.
Lignin
Ein hochpolymerer, aromatischer
Pflanzenstoff, der in verholzenden
Pflanzen die Räume zwischen den
Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden
lässt (Lignifizierung bzw. Verholzung).
Auf diese Weise entsteht ein Mischkörper
aus druckfestem Lignin und zugfester
Zellulose.
Luft
Für jeden Verbrennungsprozess ist Luft,
genau genommen der Sauerstoff der Luft,
erforderlich.
Luftverhältnis
Um eine vollständige Verbrennung des
Brennstoffes zu gewährleisten, ist mehr
Luft zuzuführen als theoretisch
erforderlich ist. Damit wird
sichergestellt, dass für alle brennbaren
Bestandteile hinreichend Sauerstoff zur
Verfügung steht.
Miscanthus,
Chinaschilf
Mehrjähriges, aus Ostasien stammendes,
Wärme liebendes Gras, mit hohem
Ertragspotential, das eine Höhe von bis zu
4 m erreicht. Miscanthus findet wegen
seines hohen Brennwertes und seiner
günstigen Kohlendioxid-Bilanz zunehmende
Verwendung als Brennstoff zur
Energiegewinnung in
Biomassefeuerungsanlagen.
Nahwärme
Nahwärme ist die Lieferung von Wärme
zwischen Heizzentrale (Heizraum) und
Gebäuden zur Wärmeversorgung (Heizung und
Warmwasser), wenn die Wärmelieferung im
Vergleich zur klassischen Fernwärme nur
über verhältnismäßig kurze Strecken
(Wärmenetze) führt.
Nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe sind land- und
forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die
einer Verwendung im Nichtnahrungsbereich
zugeführt werden, z.B. zur
Energiegewinnung.
Oxidation
Chemischer Vorgang, bei dem Moleküle mit
Sauerstoff eine chemische Reaktion
eingehen, selbst zu anderen Molekülen
umgewandelt werden und gleichzeitig
Energie (z.B. Wärme) freisetzen. Alle
Verbrennungen sind Oxidationsvorgänge.
Pellets
Pellets werden in einem speziellen
Fertigungsverfahren aus naturbelassenen
Spänen der Holzverarbeitungsindustrie
hergestellt, wo sie unter hohem Druck zu
harten Holzpellets verdichtet werden.
Holzpellets sind ihre Beschaffenheit
betreffend nach ÖNORM M7135 bzw. DIN plus
genormt.
Qualitätsbrennstoff
Brennstoff, dessen Zusammensetzung sowie
chemische und physikalische Eigenschaften
den Anforderungen diverser Normen
unterliegen (z.B. Holzpellets ÖNORM M 7135
bzw. DIN-Plus oder Hackgut nach ÖNORM M
7133).
Regenerative
Energie
Energieträger und -formen, die sich
ständig auf natürliche Weise erneuern
Raummeter (Rm)
In der Forst- und Holzwirtschaft übliches
Maß für 1 Kubikmeter aufgesetztes oder
geschichtetes Holz unter Einschluss der
Luftzwischenräume.
Stückholz,
Scheitholz Stückholz (Scheitholz) ist für
die unmittelbare Verwendung in
handbeschickten Feuerungsanlagen gedacht
und stammt meist direkt aus dem Wald. Nach
dem Schlagen hat das Holz einen
Wassergehalt von ungefähr 45 bis 60
Gewichtsprozent, weshalb es ca. 1-2 Jahre
trocknen und einen Wassergehalt von etwa
20 ? 25 Gew.% erreichen soll, bevor es für
die Verbrennung genutzt wird.
Schüttraummeter
Maßeinheit für 1 Kubikmeter geschütteter
Holzteile (z.B. Hackgut).
Treibhauseffekt, natürlich
In der Erdatmosphäre bewirken
Treibhausgase wie Wasserdampf,
Kohlenstoffdioxid und Methan seit Bestehen
der Erde einen Treibhauseffekt, der
entscheidenden Einfluss auf das Klima hat.
Diese Treibhausgase lassen den
kurzwelligen Anteil der Sonnenstrahlung
durch, absorbieren jedoch die langwellige
Wärmestrahlung, die von der Erdoberfläche
in die Atmosphäre zurückgestrahlt wird.
Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt
würde die durchschnittliche Temperatur der
Erdoberfläche bei -18°C statt bei +15°C
liegen.
Treibhauseffekt,
anthropogen
Die durch den Menschen bedingte
Veränderung der Konzentration der
Treibhausgase in den letzten 100 Jahren
(CO2 um 20 %, Methan um 90 %) führt zu
einer Erhöhung der globalen
Durchschnittstemperatur.
T3-Regel
Eine gute Verbrennungsqualität und
niedrige Schadstoffemissionen erfordern
die Beachtung der so genannten T3-Regel:
Temperatur, Time and Turbulance, d.h.
ausreichend hohe Verbrennungstemperatur,
ausreichende Verweilzeit der
Verbrennungsgase in der heißen Zone sowie
eine gute Turbulenz (Verwirbelung und
Vermischung der Brenngase mit dem
Sauerstoff, der in ausreichendem Maße
vorhanden sein muss).
Unterschubfeuerung
Bei einer Unterschubfeuerung wird der
Brennstoff mit einer Förderschnecke von
unten in eine Retorte ein- bzw.
aufgeschoben. Ein Teil der
Verbrennungsluft wird als Primärluft im
Bereich der Retorte eingeblasen. Dort
erfolgt Trocknung, pyrolytische Zersetzung
und Vergasung des Brennstoffes sowie der
Ausbrand der Holzkohle. Der Ausbrand der
Gase erfolgt in der anschließenden
Nachverbrennungskammer unter Zugabe von
Sekundärluft.
Verbrennung
Bei der Verbrennung wird die in den
organischen (brennbaren) Bestandteilen des
Brennstoffes gebundene chemische Energie
durch Oxidation mit Sauerstoff in Wärme
umgewandelt. Die anorganischen (nicht
brennbaren) Bestandteile des Brennstoffes
finden sich in Form von Asche wieder.
Waldhackgut
Waldhackgut ist direkt aus dem Wald
stammendes, gehacktes Holz. Der
Wassergehalt bei frischem Hackgut beträgt
zwischen 40 und 60 Gew% der
Frischsubstanz. Durch die
Bereitstellungskette erfolgt jedoch eine
natürliche Trocknung auf 25 ? 35 Gew% FS.
Die Beschaffenheit von Hackgut ist nach
ÖNORM M7133 genormt.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad einer technischen Anlage
ist ein Maß für das Verhältnis des
erreichten Nutzens gegenüber dem
eingesetzten Aufwand oder auch das
Verhältnis aus nutzbarer Energie (z.B.
Wärme,...) zu eingesetzter Energie (z.B.
Heizwert des Brennstoffes). Der
Wirkungsgrad ist dabei vor allem ein
Kriterium für die Güte eines Prozesses.
Wärmetauscher
Durch einen Wärmeüberträger -
umgangssprachlich auch Wärmetauscher -
kann ein Medium Wärme an ein anderes
Medium übertragen. Bei einer (Biomasse-)
Heizung wird die Wärme des Rauchgases z.B.
im Wärmetauscher an das Heizungswasser
abgegeben und damit nutzbar gemacht.
Yttriumkeramik
Yttriumkeramik ist ein Werkstoff der
beispielsweise in Lambda-Sonden eingesetzt
wird. Eine Lambdasonde ist ein chemischer
Sensor, der z.B. die
Sauerstoffkonzentration im Abgas misst
(z.B. in Feuerungsanlagen oder in
Kraftfahrzeugen). Durch ihr elektrisches
Signal ist es der angeschlossenen
Regelelektronik möglich, die Luftzufuhr so
einzustellen, dass eine optimale
Verbrennung stattfindet.
Zentralheizung
Eine Zentralheizung sorgt für die
Energieversorgung von Räumen oder Gebäuden
aus einer Heizzentrale (Heizraum). Als
Übertragungsmedium wird Wasser eingesetzt,
das durch Rohrleitungen in die einzelnen
Räume transportiert wird, in denen dann
Heizkörper, Fußboden- oder Wandheizungen
die Wärme an die Räume abgeben.
Zyklonabscheider
dienen zur Absonderung von in Gasen
enthaltenen festen oder flüssigen Partikel
(zum Beispiel zur Abgasreinigung). Das Gas
wird in eine Drehbewegung versetzt. Die
auf die Partikel wirkenden
Zentrifugalkräfte beschleunigen diese
radial nach außen. Sie werden dadurch vom
Gasstrom, der nach innen abgesaugt wird,
getrennt und abgeschieden.