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Finanzkrise + Barter

 

 

Informationen zum BARTER - Handel

Auf Deutsch: Tauschbörse / Tauschring!

Wissenswertes über das Barter-Business

Unter Bartern versteht man alle wirtschaftlichen Transaktionen, bei denen Waren oder Leistungen ganz oder teilweise gegen andere Waren oder Leistungen getauscht werden.

Aber warum wurden Waren oder Leistungen getauscht und nicht bar bezahlt? Die nachfolgende Ausführung soll dieses Phänomen erklären und Verständnis für dieses Geschäft wecken.

Einige grundlegende aber auch notwendige Eigenarten einer wachsenden Weltwirtschaft ist ein marktorientierter, ungehinderter Verkehr grenzüberschreitender Kapital- und Warenströme. Diese Bedingung wird jedoch durch unterschiedliche Faktoren bestimmt. So ist z.B. die momentane Entwicklung des Welthandels durch relative Instabilität, Diskontinuität und abrupte Bewegungen gekennzeichnet.

Erhöhte Produktionskapazitäten und daraus resultierende Abverkaufszwänge in den Industrieländern stehen einer ungleich schwächeren Kaufkraft der potentiellen Abnehmer gegenüber. Unter diesen Bedingungen erscheint im internationalen Handel ein teilweises Abgehen von traditionellen Zahlungsmitteln als "Ausweichstrategie" logisch und konsequent.
Der Realgütertausch ist ein bewährtes Mittel, um sich Marktzutritt zu verschaffen oder Marktanteile zu erhalten. Bilaterale, direkt ausgleichbare Handelsformen werden unter dem Begriff "Countertrade" zusammengefasst.

Bartern ist dabei eine seiner Erscheinungsformen. Obwohl Countertrade im Welthandel weit verbreitet ist, gibt es keine genauen Daten über seinen Gesamtanteil. Die Schätzungen liegen zwischen 10% und 30%. Es bestehen Anzeichen dafür, dass Barter, also der Tauschhandel, international stetig expandiert.

Bartern ist ein Milliarden - Geschäft. Derzeit bestehen weltweit ca. 700 Barterorganisationen. Hiervon sind in Europa mehr als 50 Organisationen tätig.

Die Amerikaner und auch unsere Schweizer Nachbarn, machen uns seit Jahren diese erfolgreiche - und zusätzliche - Vermarktungsstrategie vor.

In den Vereinigten Staaten wird im Barter-Business bereits jetzt ein Umsatz von ca. 300 Milliarden Dollar bis 400 Milliarden Dollar erreicht.

Die Bezeichnung "BARTER" stammt aus dem Englischen und bedeutet "tauschen". Bartern ist nichts anderes als Tausch bzw. Austausch von Waren und Dienstleistungen innerhalb einer geschlossenen Gemeinschaft.

Diese Gemeinschaft, oft auch Barterpool genannt, ist ein Kooperationssystem zwischen Dienstleistern und Händlern, also Firmen jeglicher Branchen.

Das Charakteristische eines Bartergeschäfts ist, dass die Teilnehmer eines Pools untereinander Produkte oder Dienstleistungen austauschen und dabei kein bzw. nur anteilig Geld fließt.

Eine Leistung wird - innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens - mit einer Gegenleistung bezahlt.

Vor- und Nachteile von Bartergeschäften

Bartergeschäfte generell oder in bestimmten Fällen durchzuführen, ist in erster Linie eine unternehmenstrategische Entscheidung.

Bartergeschäfte können als strategisches Mittel zur Lösung von Absatzschwierigkeiten und zur Schaffung von Zusatzumsätzen genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten können dadurch ausgeweitet werden, da sich der Umfang der notwendigen Devisen und/oder Handelskredite durch Zahlung in Realgütern vermindert.

Neben diesen Überlegungen können die positiven Faktoren des Barter aus betriebswirtschaftlicher Sicht nach Absatz-, Beschaffungs-, Kosten- und Finanzpolitik gruppiert werden.

Dabei sind die teilweise unterschiedlichen Interessenlagen der Geschäftspartner zu berücksichtigen.

Es ergeben sich zahlreiche positive Faktoren durch das Bartern.

Ein wichtiger Faktor für die Durchführung von Bartergeschäften besteht in der Möglichkeit, eine neue Nachfrage schaffen zu können. Kunden können gewonnen werden, die auf Geldbasis normalerweise nicht als Vertragspartner zur Verfügung ständen. Es ist die Realisierung von Geschäften möglich, die unter den üblichen Wettbewerbsbedingungen nicht möglich wären. Als Folge davon wird ein neues Marktsegment geöffnet. Märkte können durch enge Geschäftsbeziehungen zu Tauschpartnern gegenüber Konkurrenten abgesichert werden. Das akquisitatorische Potential bei den Abnehmern wird erhöht. Es ist immer die Möglichkeit gegeben, dass gegenwärtige Bartergeschäftspartner später auch zu "Geld"- Geschäftspartnern werden.

Bartergeschäfte können der Erzielung von Gewinnen bzw. positiven Deckungsbeträgen dienen, ohne hierfür anderer preispolitische Maßnahmen, wie z.B. eine Niedrigpreispolitik, ergreifen zu müssen.

Insbesondere in Branchen, in denen die Konkurrenz auf Preissenkungen sehr nachhaltig reagiert, kann durch Bartergeschäfte ein ungewollter Preiskampf vermieden werden. Es ermöglicht aufgrund der mangelnden Transparenz nach außen eine Preisdifferenzierung unter den Kunden ohne Verletzung des Preisgefüges. Der Wettbewerb verlagert sich hier auf die Leistungspolitik, bei der die Bereitschaft der Durchführung von Bartergeschäften einen Wettbewerbsvorteil erbringt.

Welcher Wettbewerbsvorteil ergibt sich nun für diese Firmen?

Sollte das Unternehmen im Hinblick auf Marktnähe, Qualität, Preis oder Zuverlässigkeit weniger oder genauso wettbewerbsfähig sein als seine Konkurrenten, kann die Bereitschaft zur Abnahme von Gegenwaren zum ausschlaggebenden positiven Faktor für den Geschäftsabschluss werden. Insbesondere die Lösung der Vermarktungsprobleme hat dabei entscheidende Bedeutung. Im übrigen stellt sich die Bereitschaft, auf Tauschforderungen einzugehen, als ein Muss dar, sofern auch die Konkurrenz dazu bereit ist.

Es ergeben sich neue Wachstumsperspektiven für Produkte, die sich eigentlich in einer Nachfragesenkung befinden.

Diese Bartergeschäfte können der erste Schritt zu einer dauerhaften Beziehung zwischen Unternehmen führen. Oftmals werden aus Barter - Geschäftsbeziehungen später "normale" Handelsbeziehungen.

Aber es gibt auch negative Faktoren.

Die Wirkung anderer Marketingmaßnahmen, z.B. im Rahmen der Preispolitik, kann bei zunehmender Bedeutung von Bartergeschäften innerhalb des Unternehmens abnehmen.
Es können Schwierigkeiten beim Absatz der Gegenlieferungsgüter bestehen. Dies trifft auch auf das Finden von Handelsfirmen zu, die als dritte Vertragspartei innerhalb des Bartergeschäfts das Eigentum an der vom Empfänger bereits vor der Lieferung erwerben. Besonders für den Bezug von branchenfremden Gegenlieferungsgütern bestehen hier Probleme.
Bei Bekannt werden, dass das Unternehmen insgesamt bereit ist, auch Bartergeschäfte abzuschließen, besteht die Gefahr des Überwechselns bisheriger "Geld" - Kunden zu
"Barter" - Kunden.

Wie schon ausgeführt sind Bartergeschäfte weit verbreitet. Viele Unternehmen haben bereits selbst untereinander gebartert, mussten aber rasch feststellen (z.B. SIEMENS), dass ohne professionelle Hilfe viele Probleme auftreten, wie zum Beispiel:

1.) Gegengeschäfte setzen voraus, dass jeder der beiden Geschäftspartner genau das Produkt des anderen, in derselben Zeit und der selben Preiskategorie benötigt. Dadurch werden die meisten Gegengeschäfte erschwert bis unmöglich gemacht.

2.) Der Versuch, Ihr Produkt mit jemandem zu bartern, der ein Produkt hat, das Sie benötigen. Diese Person benötigt jedoch nicht das, was Sie anbieten

Hier benötigen die meisten Firmen Unterstützung durch ein BARTER-Serviceunternehmen.


Welche Vorteile ergeben sich aus einer Zusammenarbeit mit BARTER für Sie als Kunde:

- Der Käufer muss nicht die Ware seines Kunden übernehmen.
- Der Käufer kann das kaufen was er tatsächlich benötigt.
- Der Verkäufer liefert seine Waren / Dienstleistungen an Kunden, die dieses benötigen.
- Wir analysieren Ihre Produkte in Bezug auf mögliche Bartergeschäfte.
- Wir überwachen den operativen Ablauf.
- Wir vermarkten Ihre freien Kapazitäten auf einem einfachen und direkten Weg.
- Über uns gewinnen Sie neue Kunden.
- Wir verbessern Ihren Cash-Flow - Nutzen, also Bartern als Finanzinstrument.
- Wir schaffen für Sie zusätzliche Marktanteile.

 


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Stand: 29.01.2012